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Wind, Sand ... Körner 
 
 

Programminformation zur Öffentl. Band- und Fan-Fete "Wolfgang "Batman" Schneider & Weggefährten" in Wernesgrün (21.04.2012)

 1.  Kurzauftritt einer Nachwuchsband
 2.  Wanderer 
 3.  Taylor (Wolfgang Schneider)
 4.  Forte: Karli,  Mosch, Stef, Sabine, Batman, Weißbach-Thom, Hans Schraut, Michel
      Satori: Karli, Mozart, Weißbach-Thom,  Batman, Michel, Christoph, Stef
 5.  Freier Ausklang (bis  etwa 1Uhr) mit allen ehemaligen  Mitstreitern von Wolfgang Schneider 
 
 
 

Wind, Sand & Sterne-Album „Spuren der 70er“ (6.12.2011)

14 Original-Live-Mitschnitte (1975 – 78) von Auftritten in Theuma, im Plauener „Malzhaus“ sowie Wolkenstein - plus 6 Stereo-Aufnahmen, die 1979 in der Wohnung unseres Ex-Gitarristen, Heinz Grömke aufgezeichnet wurden. (20 Titel, 1 Std. und 15 Min.) 

Klang-optimiert im Studio Erzschlag, Aue. Mit „historischen“ Fotos im 16-seitigen Booklet. 

VP: 10 Euro (plus 2 Euro bei Versand). Vertrieb über Internet-“Laden“ www.windsandundsterne.de oder telefonisch 037754-75248 bei Stefan Gerlach.
 

Beim Schreiben des Folgebuches „In meiner Spur, Band II – Satori, Wind, Sand & Sterne...“ (Arbeitstitel) wurde ich oft an Lieder erinnert, die wir seinerzeit spielten. Natürlich lag (wie bei „Spurnsuche“, der CD zum ersten Buch) auch für den zweiten (und letzten) Band meines Erinnerungsbuches die Herausgabe eines entsprechenden Albums nahe.

Mit dem Buch werde ich wohl die Wartenden noch etwas vertrösten müssen. (Habe aber grünes Licht vom Verlag.) Als Erscheinungsdatum ist auch wegen eines anderen Projektes (WSS-Textbuch) Ende Juni 2012 vorgesehen. Das Buch ist noch nicht ganz fertig (90 % sind etwa geschrieben) und es dauert beim Verlag auch seine Zeit. So will ich im 50. Jahr meines musikalischen Auftretens (1. Klub-Gig im Herbst 61 in Stützengrün) wenigsten etwas herausbringen, was in meiner eigenen Verantwortung, Zeitplanung und im eigenen Risiko liegt. Daher habe ich auch davon abgesehen, Aufnahmen von Satori einzubeziehen, weil ich es aus einigen Gründen nicht für realisierbar halte. Auch deshalb: Ich hatte Satori zwar 1970 mit gegründet, war aber im Mai 74 ausgestiegen, um die Folkband Wind, Sand & Sterne ins Leben zu rufen, die im April 1975 ihr erstes Konzert gab. 
Satori existierte noch bis zur Trennung in Gipsy und Wanderer im Jahre 1977.
 

(Aus der Einführung zum Album „Spuren der 70er“) 

„Die Zeit geht wie im Flug dahin, Vergang´nes wird schnell fremd“, schrieb ich 1976 im „Lied vom alten Mann“. Ich spürte, dass die musikalisch tollen 1960er und 70er nicht ewig dauern würden. Dennoch erscheint mir heute die Titelzeile „Verflossene Jahre“, die ich wohl nicht mehr ändern werde, zu negativ. Jetzt würde ich zustimmen, dass es meine besten, bewegendsten und schönsten Jahre waren. Deshalb wollte ich diese Wind, Sand & Sterne - Bänder nicht verschimmeln lassen, sondern vom Studio „Erzschlag“, Aue, klanglich optimiert, herausgeben.
 
 
 
 

Erfreuliche Nachricht!

Michael Barth,
Satori & Wanderer-Mitgründer - wie genialer musikalischer Frontmann dieser Bands - wird (unter Fortführung der Projekte "Swing Old Frieds" und "Schluckauf") so oft es ihm möglich ist, Wind, Sand & Sterne an Leadgitarre, Orgel, Piano, Akkordeon, Mandoline sowie gesanglich verstärken. 
Erste Konzerte am Tag der Sachsen in Oelsnitz oder im Zwönitzer Musikcafe "Heartbeat" ließen schon aufblitzen, welch tolles Potential "Michel" in die Folkrock-Band einbringen kann. 
Es war ein bewegender Moment im "Heartbeat", als Stefan am 18.12.2010 gegen Ende des Gigs alle Bandmitglieder noch einmal namentlich nannte. 
Denn fast auf den Tag genau vor 40 Jahren hatte er in der Weihnachtszeit 1970 zusammen mit Michael Barth, Christoph Rottloff (und Thomas Weisbach) in Auerbach / Erzgebirge "Satori" aus der Taufe gehoben..!

Die Wiedervereinigung von drei Satori-Gründern ist für das komplette Folkrock-Quintett Wind, Sand & Sterne mit Thorsten Reuter und Hans-Rudolf Lippold ein Auftrieb verheißender Schritt ins nächste Jahrzehnt. 
 
 
 
 
      Neu:

      CD „Spurnsuche - Stef Live"

      das Album zu Stefan Gerlachs Buch "In meiner Spur"
      80 min. / 10 Euro + 2 Euro Versand  (siehe "Unser Laden")


 
 
 
 
Stefans neues Buch:

In meiner Spur 

Als der Beat ins Erzgebirge und Vogtland kam
 

erschienen bei "ERZ.art“, Annaberg-Buchholz: Juni 2010 (hochdeutsch!)
Die Ausgabe erhält ein breites Format, so dass der Inhalt (133 Seiten) viel umfangreicher als bei einem DIN-A5  Buchtitel sein wird! 
Das Exemplar kostet 10,80 Euro  und kann in allen Redaktionen des WochenSpiegel Erzgebirge Verlags, bei der Agentur ERZ.art Annaberg-Buchholz (Markt 9) , hier über "Unser Laden", bei Stefan Gerlach (Achtung! Neue Anschrift: Neue Straße 11, 08297 Zwönitz,  Tel.: 037754/75248)  und bei  Auftritten und Lesungen erworben werden. 
Der Autor schreibt bereits an einer Fortsetzung der Zeitreise „In meiner Spur“.


 
 

Buchbesprechungen  -  In meiner Spur 

erzgebirgs-treff.de

 
Spurensucher
Stefan Gerlach gibt in seinem Buch sachkundig Einblicke in die Beat-Geschichte im Erzgebirge und Vogtland aus persönlichem Erleben

Wer den dichtenden, singenden und musizierenden Erzgebirgs-Barden von seinen CDs oder in Life-Auftritten kennen gelernt hat, der wird womöglich überrascht sein, nun einen schreibenden Stefan Gerlach in seinen Erinnerungen zu erleben. Er war schließlich an vorderster Front mit dabei, „Als der Beat ins Erzgebirge und Vogtland kam“, wie er seine Teilbiographie bescheiden untertitelt hat.
GANZER BEITRAG


Erzgebirgstreff
Die Seite für alle Erzgebirger in 
Nah und Fern 
von Gotthard B. Schicker

 

Frankenpost / Vogtland-Anzeiger

Erwin Lipsky: Frankenpost / Vogtland-Anzeiger, 31.07.2010 
 
 
 
 
 

„Bye bye, Lübben City“

Stark erweiterte Neuausgabe des Hippie- und Tramper Wälzers "BYE BYE, LÜBBEN CITY" ab sofort im Buchhandel erhältlich!
(Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin) 675 Seiten (vergriffene Erstauflage 455 Seiten) Preis:17,90 Euro.

Diese ist besonders auch Wind, Sand & Sterne-Fans zu empfehlen. Eine schöne zwölfseitige Würdigung von Matthias Zwarg erfasst (unter der Überschrift „Verflossene Jahre“) Stefan Gerlachs Wirken in seinen Gruppen seit den Anfängen i.J. 1961 bis zur Gegenwart. Zusätzliche Fotos aus den 60ern und Siebzigern dokumentieren in dieser Neuausgabe Umfeld und Flair von Stef `s unabhängigen „Gebirgsszene“-Bands.

hier klicken zu den Buch-Infos (hinter den CD-Kritiken)
 
 

Lesenswerte CD-Kritik zum Tolerhanstonl-Album von erzgebirgs-treff.de
 
Tolerhanstonl-Album Applaus vom Tolerhanstonl

Beachtenswertes Doppel-CD-Album erschienen –
Stefan Gerlach singt Lieder von Anton Günther

Sie war überfällig, sie lag irgendwie in der Luft, man hatte sie sich gewünscht – und nun ist sie endlich da: die CD mit an die zwanzig Lieder vom Günther Anton. Besungen, arrangiert, bespielt, produziert und herausgegeben vom Gerlach-Stef (Stefan Gerlach) aus Zwönitz.
 


Erzgebirgstreff
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Weitere Pressebesprechung der Frankenpost / des Vogtlandanzeigers

zum Vergrößern der Kritik von Erwin Lipsky bitte das Bild anklicken.

Tolerhanstonl-Album Frankenpost
 
 
 
 

Stefans neue Doppel-CD ist da
 

  Tolerhanstonl-Album
  Gerlach-Stef und seine Gäst 
  singe un spieln 
  Anton-Günther-Lieder
 

Die, im Digipack vereinten (und verschweißten) beiden Teile beinhalten: CD 1: 13 Stücke mit einer Dauer von über 40 Minuten. CD 2 - über zwanzig Minuten - ist den Winter- und Weihnachtsliedern Anton Günthers gewidmet.
Als meine Studiogäste sorgen Christoph Rottloff (Konzertina, Gesang); Michael Barth (Gitarre, Akkordeon, Gesang); Klaus Uhlich (Gitarre, Gesang); Holger Rockstroh (Gitarre) sowie die Zitherspieler Dietmar Kempe und Thomas Baldauf mit echten Erzgebirgsklängen für Bereicherung und Abwechslung. 

Dieses Mal ist es eine Solo-Produktion von mir. Ungeachtet dessen werde ich weiter Konzerte mit der Band geben, wie immer. Darüber hinaus sammeln sich bei Wind, Sand & Sterne auch und nach neue Lieder an, die es wert wären, künftig auf CD gebannt und veröffentlicht zu werden, wenn genug zusammen gekommen sind. 

Hauptanliegen des Tolerhanstonel-Albums ist meine Referenz an Anton Günther, dessen ehrliche, naturgebundene Weisen und Texte ein starker Inspirationsquell für mein Liedschreiben waren und sind. 

Hört man die Lieder des Tolerhanstonl, kann man wohl erahnen, wie viel von seinem besungenen landschaftlichen Ideal inzwischen verloren gegangen ist. Heute haben wir es doch  mit den stark bedrohten Resten desselben zu tun. Für einige wundersame, bewahrenswerte kam mir die Idee, sie fotografisch ins Bild zu bannen. 
So liegt es durchaus in meiner Absicht, mit den Liedern und Fotos des Albums zu einer engeren emotionalen Bindung zum heimatlichen Erzgebirge beizutragen. Je mehr man an etwas hängt und es liebt, um so eher würde man auch was für seine Bewahrung tun. Wiederum ist solches Denken ist keinesfalls nur aufs Erzgebirge beschränkt. Weltweit gibt es Menschen, die Verantwortung für die Kultur und Umwelt ihrer Heimat, ihrer Region fühlen und etwas dafür tun wollen. 

Im 16seitigen Beiheft bevorzugte ich anstelle der Texte (für die es inzwischen nicht wenige Anton – Günther -Noten- und Liedsammlungen gibt) ausgewählte FOTOS, welche durch kurze Textzitate und Ortsangaben meine Beziehung zu den einzelnen Titeln im Bild herstellen. Die aufwändig entstandenen Farbaufnahmen aus dem oberen Westerzgebirge (inklusive seines böhmischen Teils) sind die "Ernte" zahlreicher Fotostreifzüge, welche sich über die Jahreszeiten eines Kalenderjahres hinzogen.

Vertrieb: 
(Momentan können wegen eines Anbieterwechsels Bestellungen nur telefonisch (037754 – 75 248) entgegen genommen werden.) 

Info zu Auflage, Preis und Versand: 
Das im Digipack herausgegebene Doppel-Album erscheint in einer limitierten Auflage und kostet 15 Euro (+Porto / Verpackung = 2 Euro).
 

In alter Frische! 

Euer Stef 

Zwönitz,  05.01.2010
 
 
 
 

Neue Bandadresse ab 01.10.2008

Buchungen und Terminanfragen für die Band Wind, Sand & Sterne und für Soloauftritte von Stefan Gerlach, sowie CD - und Liedpostkarten - Wünsche sind an die neue untenstehende Adresse von Stefan Gerlach zu richten.

Es ändert sich nur die Straße, alles andere bleibt.

Stefan Gerlach
Neue Straße 11
08297 Zwönitz
Tel.: (03 77 54) 7 52 48
 
 

Liedpostkarte "Stülpner Karl & Hanne Christ"
Stefan hat die alte erzgebirgische Tradition (Anton Günther) wiederbelebt und mit der Moritat von Stülpner Karl & Hanne Christ seine 1. eigene Liedpostkarte herausgebracht. Der befreundete Maler und Grafiker Ralf Alex Fichtner (Künstlerkürzel: RAF) aus Schwarzenberg/Neuwelt zeichnete das dazugehörige Bild.  Die Auflage ist mit 500 Exemplare limitiert.
Wer das Lied noch nicht kennen sollte, hier gibt es eine Hörprobe.

Die Liedpostkarte ist für 1,00 Euro/Karte in Briefmarken und einen an sich selbst adressierten und frankierten Rückumschlag (0,55 Euro) unter folgender Adresse erhältlich: Stefan Gerlach, Neue Straße 11, 08297 Zwönitz.
 
 
Grafik von Ralf Alex Fichtner (RAF) Vorderseite 
(Anklicken zum Vergößern)
Rückseite
(Anklicken zum Vergößern)

 
 

Nachauflage der CD "De Zeit gecht vorbei"
Durch die Nachauflage von "De Zeit gecht vorbei" ist die CD ab sofort bei den Auftritten erhältlich oder kann telefonisch bei Stefan (037754 - 75248) bestellt werden.

Anbei noch eine CD-Kritik zum neuaufgelegten Album (Nachauflage) von erzgebirgs-treff.de. 
 
De Zeit gecht vorbei Berei gar kaa Minut
Zur wieder aufgelegten CD „De Zeit gescht vorbei” von der Gruppe „Wind, Sand & Sterne“ – Ein künstlerisches Bollwerk gegen primitive Volkstümelei / Nein, ich bereue wirklich keine Minute, in denen ich den Liedern der Gruppe immer und immer wieder gelauscht habe. Und lauschen muss man ihnen schon. ...

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Zur CD "Alte Wurzeln - neie Triebe"

Neben 11 neuen Songs (von Stefan, Thorsten und Christoph), sind auch 3 erzgebirgische traditionelle Stücke dabei, die wir möglichst urig arrangiert haben. 

Das Album mit seinen 14 Titeln hat eine Spieldauer von ca 1Std. und 4 min. Unsere Studiogäste waren dieses Mal Kurt Richtsteiger von der Sirius-Band, Affalter, mit dem inzwischen schon vertrauten silbrigen Ton seiner Hammond-Orgel sowie Thorstens Bruder Jens, der bei einem Dreigesang mitwirkte. 

Im umfangreichen 20-seitigen Beiheft finden sich alle Texte, Fotos von uns Musikern, sowie Notizen zu einzelnen bestimmten Liedern. Eine Hauptrolle bei der Gestaltung des Booklets von Bodo Gerlach spielen die verschiedenen Band-Instrumente. Die CD kostet 10 Euro plus Porto / Verpackung und kann telefonisch bei Stefan (037754 - 75248; oder Christoph 037341-7236) bestellt werden. 

Im Diskographie-Teil sind auch eine Reihe Läden notiert, wo die CD in unserer Region erhältlich ist.
Wer sich einige Ausschnitte der veröffentlichten Lieder anhören möchte, braucht ebenfalls im Diskographieteil nur auf das Foto der CD klicken und gelangt dann zu den Titeln.

Hier gibt es einen Pressebericht über die CD

 aus: Frankenpost/Vogtlandanzeiger
 
 
 

3. Aue-CD "Immer wieder Aue" erschienen

Seit 16.11. 04 ist die neue CD mit sieben von Wind, Sand & Sterne eingespielten Wismut-Aue-Fußball-Liedern in den FCE-Fanshop- Filialen für 10 Euro erhältlich. 
 

aus: Freie Presse  (Holger Hähnel)
 
 
 

„Bye bye, Lübben City“ - 
Aktuelle Info zur stark erweiterten Nachauflage
des im Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag neu aufgelegten Buches 
(Quelle: Co-Autor Thomas Kochan, Berlin) 

Beinhaltete schon die Erstauflage eine fantastische  Faktenfülle über die Tramper & Hippieszene des untergegangen Staates, so leistet die noch dickere Nachauflage beträchtliche inhaltliche Ergänzungen in fünf zusätzlichen Beiträgen. So über die Folkszene im Lande; einen vergleichenden Beitrag über die Hippies in Ost- und Westdeutschland; über den Blues-Gitarristen Hansi Biebl; einen weiteren Bericht eines Trampers, der es noch zu DDR-Zeiten schaffte, per Anhalter bis nach Hongkong zu kommen - sowie last but not least einen opulenten Artikel von Matthias Zwarg über die Gebirgsszene um Satori und Wind, Sand & Sterne. 

Die Nachauflage des einzigartigen Bandes über die Tramper und Hippies der DDR enthält weitere neu hinzu gekommene Porträts von Szenetypen inklusive Vorliebenbands (aus unserem Bandumfeld  Hartmut „Ruß“ Köhler, Oelsnitz / Vogtland – Berlin-Zehlendorf). 

Wenn einstige Beteiligte und Interessierte schon mit dem vielfältigen Rückblick der Erstauflage überrascht wurden, so erfährt die dabei etwas benachteiligte Südszene in der neuen Ausgabe eine ausgeglichenere Darstellung.
 

Tolles Buch erschienen!  (ältere Notizen zur Erstauflage 2004)

Anfang Juli erhielt ich ein Exemplar des (455 S. dicken!) Buches BYE BYE, LÜBBEN CITY - Bluesfreaks, Tramps und Hippies in der DDR von Michael Rauhut und Thomas Kochan (Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf). Wer in dieser Szene Jahrzehnte seines Lebens verbracht hatte, wird sicher bis in Details hinein wahnsinnig viel wiederfinden, was er oft selbst erlebte. Vom Fakten & Dokumentenumfang her ist der Wälzerunübertroffen und der Preis von 24 Euro auch gerechtfertigt. Da die Geschehnisse aus unter- Blickwinkeln der Beteiligten (sogar mal aus dem der Stasi, dem selbst erklärten Feind Nr.1) berichtet werden, kommen sie der erlebten Geschichte sehr nahe. 

Eine zeitlang war ich nur am Lesen, konfrontiert mit so vielen Erinnerungen, Fotos, Bandstorys. Jetzt lasse ich mir mal bissel mehr Zeit und Ruhe damit, werde aber sicher noch ewig da reinschauen. 

Nahezu alle Bands, welche in der Tramperszene ne Rolle spielten, werden hier erwähnt und mehr-seitig oder in Kurzporträts vorgestellt. Auch Wind, Sand & Sterne werden erfreulicherweise im letzteren Teil mit Band-Foto und abrissartiger Bio bedacht. (Nur unsere Kumpels von "Wanderer" haben mir echt gefehlt. Mglw. wurde von denen keiner erreicht, der eine Zuarbeit für die Autoren hätte leisten können.) Ein lustig-interessantes Dokument war auch die Wiedergabe des Band-Tramp-Kalenders des Chemnitzer Szenehelden Gullymoy, in dem auch Termine von Satori und Wind, Sand & Sterne standen.

Gefreut habe ich mich über die ausführliche Würdigungen solch starker Typen wie des Hippiepfarrers Walther Schilling, oder von Bands wie Engerling, Jürgen Kerth, Klaus Renft, Keimzeit und vor allem Freygang, deren letzte Jahre vor der Wende echt nachvollziehbar beschrieben wurden. 

Um Diestelmann wurde meines Erachtens im Buch bissel viel Wind gemacht. Er war sicher ein super Performer, mit vitaler Ausstrahlung, aber eigentlich hat er kreativ gesehen, nicht viel Neues, Eigenes hervorgebracht. Die Besetzung mit Geige (ohne drums) hatten Bayon schon lange und wir übrigens auch nach Ausstieg unseres drummers i.J. 1976. Seinen größten Hit - "Der Alte und die Kneipe" hat Diestelmann hinsichtlich Harmonie & Melodieführung - als auch des Textthemas - von mir geklaut, nachdem ich seinem Tour-Partner Werner Sellhorn im Sommer 79 mal ein Tape mit meinem Stück "Lied vom alten Mann" überlassen hatte. Ich will hier nicht groß aus dem Näh-kästchen plaudern, nur abschließend sagen, dass er in Hinblick auf seine hinterlassenen künstler-ischen Spuren überschätzt wird. Er war (wenn er Lust hatte und nicht vorzeitig abbrach), ein guter Entertainer, der halt um 1978 rum zur Boomzeit des Folk-Blues am richtigen Ort war und den entsprechenden Karriere-Instinkt besaß. Was sein heutiges Denken und Treiben anbetrifft, worüber im Buch auch berichtet wird, passt zu dem Eindruck, den ich und Kollegen von ihm hatten.

Aus meiner Sicht war die Dekade zwischen 1968 / 69 bis etwa 1979 / 80 vom Tramper-und Band-geschehen her gesehen wohl die schönste und spannendste. Was in diesem eingegrenzten Staat in der Prärie seines Südteils zwischen Ilmenau, Sonneberg, Weimar, Jena, Schlettwein, Theuma, Plauen (Malzhaus) Ebersbrunn, Affalter, Wolkenstein, Pockau und Euba ablief, kommt in dem Buch prima rüber. So besteht dessen Hauptverdienst wohl darin, beschrieben und toll dokumentiert zu haben, dass es in der DDR eine unabhängige, ungemein vitale Außenseiter-Musik-und Fanszene gab.
Klischeevorstellungen über eine eingereihte Jugend des „Arbeiter und Bauernstaates“ werden hiermit reichhaltig widerlegt.

P.S. Ich hab übrigens auch noch ein altes Bild von mir aus dem Jahre 1979 (noch mit voller Haarpracht...) aufSeite 385 entdeckt. (Als zweiter vorn links neben Büchner) Neben mir rechts (direkter Bild-Nachbar leider nicht erinnerlich) jene Organisatoren der riesenhaften Rudolstädter Hippietreffen June 1978 / 79 - die Pfarrer Uwe Koch und Walter Schilling. Wanderer haben dort 1978 anläßlich des June gespielt. Ein Jahr später wir von Wind, Sand & Sterne.
 
 

Kostproben unserer CD's

Mit den CD–Vorstellungen von „Waagefährten“ und „De Zeit gecht vorbei“ könnt Ihr Anspielproben von einigen ausgewählten Songs entnehmen. Um die Kostproben nicht zu kurz geraten zu lassen, und das Ganze in ansprechender Tonqualität anbieten zu können, müsst Ihr ne kleine Wartezeit nach dem Anklicken in Kauf nehmen.